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Mündlich-praktische Prüfungen an den Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei


Seit dem 12. September 2024 laufen an den Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei die mündlich-praktischen Prüfungen, die für die Anwärterinnen und Anwärter eine zentrale Rolle auf dem Weg in den Polizeidienst spielen. Die Prüfungsphase erstreckte sich über zwei Wochen und endete am 26. September 2024. An jedem Tag stellen sich die Auszubildenden den Herausforderungen der Prüfungskommissionen, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten unter praxisnahen Bedingungen bewerten.

Täglich sind drei Prüfungskommissionen im Einsatz, die jeweils aus fünf Mitgliedern bestehen. Vier Prüferinnen und Prüfer gehören dem gehobenen Dienst an und setzten sich aus den Lehrkräften des Bildungszentrums zusammen, während ein Mitglied aus dem höheren Dienst beiwohnt. Diese erfahrenen Beamtinnen bringen ihre umfassenden Fachkenntnisse und ihre Praxisexpertise in die Prüfungen ein. Um eine faire und ausgewogene Beurteilung zu gewährleisten, erfolgt die Zuweisung der Prüfungsteams zu den Kommissionen per Losverfahren. So wird sichergestellt, dass jeder unter gleichen Bedingungen geprüft wird.

Ziel der mündlich-praktischen Prüfungen ist die Feststellung der Befähigung der Absolventen, polizeiliche Maßnahmen kompetent und verantwortungsbewusst umzusetzen. Hierbei geht es nicht nur um theoretisches Wissen, sondern insbesondere um die praktischen Fähigkeiten, die im polizeilichen Alltag von zentraler Bedeutung sind.

Anders als bei schriftlichen Prüfungen, die auf die Überprüfung von Fachwissen abzielen, stehen bei den mündlich-praktischen Prüfungen die fachübergreifenden Kompetenzen im Vordergrund. Die Prüfungen orientieren sich an den Leitthemen der Ausbildung und umfassen realitätsnahe Szenarien, in denen die Anwärter*innen ihre Kenntnisse und Fertigkeiten unter Beweis stellen müssen. Hierzu gehören unter anderem die sichere Kommunikation und das Verhalten in Stresssituationen, die Anwendung von Rechtskenntnissen in komplexen Einsatzlagen sowie die Teamarbeit und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck.

Diese Prüfungen sind der letzte Bestandteil der Ausbildung, da sie die praktische Handlungsfähigkeit der Anwärterinnen und Anwärter auf den Prüfstand stellen. Es wird sichergestellt, dass die zukünftigen Polizeibeamten nicht nur über theoretisches Wissen verfügen, sondern dieses auch unter realen Bedingungen erfolgreich anwenden können. Die fachübergreifenden Aufgaben erfordern eine flexible und vernetzte Denkweise, die in vielen Einsatzlagen von zentraler Bedeutung ist.

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