Interview mit Stefan T. und Robert P., seit mehreren Jahrzehnten bei den Spezialeinheiten
Technik im Einsatz, Teamgeist im Herzen. Stefan und Robert sind seit Jahrzehnten bei den Spezialeinheiten der Polizei – und sie wissen genau, was es heißt, wenn die Technik im Hintergrund reibungslos funktionieren muss. Im Gespräch erzählen sie, warum ein Cyberanalyst für ihr Team unverzichtbar ist, wie abwechslungsreich der Job wirklich ist und was man mitbringen sollte, um bei ihnen durchzustarten.

Wer seid ihr und was macht ihr bei der Polizei?
Stefan T.: Ich bin Stefan, seit 1991 bei der Polizei und seit über 30 Jahren bei den Spezialeinheiten.
Robert P.: Ich bin Robert, seit 1994 dabei. Ich habe verschiedene Einheiten durchlaufen und bin seit 2017 in dem Spezialbereich, um den es hier geht.


Was genau machen Spezialeinheiten?
Stefan T.: Grundsätzlich gibt es das MEK, das Mobile Einsatzkommando, und das SEK, das Spezialeinsatzkommando. Wir gehören als technisches Element zum MEK und sind zuständig für die verdeckte Datenerhebung. Das bedeutet: wir lauschen, videografieren, orten – natürlich alles streng nach den gesetzlichen Vorgaben.
Wenn ein Cyberanalyst ins Team kommt – was erwartet ihn? Sitzt er nur am Schreibtisch?
Stefan T.: Zu 80 Prozent findet die Arbeit schon am Rechner statt, aber nicht nur im Büro, sondern auch viel von unterwegs aus. Wir sind thüringenweit, manchmal auch bundesweit im Einsatz. Und da brauche ich die Kollegen vor Ort. Der Aufgabenschwerpunkt liegt im Backend: die Serverlandschaft, die Technik, mit der wir arbeiten. Die muss laufen, sonst steht der Einsatz still. Aber klar: operativ sein, zu Maßnahmen rausfahren steht im Vordergrund.
Robert P.: Es hängt auch vom Typ ab. Manche sagen: „Ich möchte nicht gleich raus an die vorderste Front.“ Andere trauen sich auch Einsätze zu. Beides ist möglich.
Stefan T.: Und eins kann ich versprechen: Langweilig wird es nie. Auch nach 30 Jahren kribbelt es noch im Bauch, wenn’s losgeht.


Wie tickt euer Team?
Stefan T.: Wir sind acht alte Männer – und brauchen dringend Nachwuchs. (lacht) Nein, im Ernst: die technischen Anforderungen haben zugenommen, die Welt ist schnelllebiger und auch wenn wir wiederkehrende, intensive Schulungen besuchen, brauchen wir auch frisches Blut im Team.
Robert P.: Aber egal wie: Wir sind ein Team, in dem sich alle aufeinander verlassen können.
Stefan T.: Und wir nehmen neue Kolleginnen und Kollegen mit offenen Armen auf. Offenheit ist wichtig.
Welche Eigenschaften sollte ein neuer Kollege mitbringen?
Robert P.: Er sollte offen sein.
Stefan T.: Tolerant und ein bisschen ehrgeizig.
Robert P.: Und jemand, der sich festbeißt, bis eine Lösung gefunden ist. Das Feuer sollte immer brennen – man muss richtig heiß auf diesen Job sein.
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