Nico W.: Nachrichtentechniker Digitalfunk
Es braucht Verständnis und Wissen für Funktechnik und Wellenausbreitung – und auch eine gewisse PC-Affinität: der Job als Nachrichtentechniker für Digitalfunk im TLKA. Wie sehen die täglichen Arbeiten aus und welche Voraussetzungen brauche ich? Das alles verrät TLKA-Mitarbeiter Nico W. im Interview.


Hallo Nico! Stell dich bitte kurz vor!
Mein Name ist Nico. Ich bin 48 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder und bin Nachrichtentechnik-Ingenieur von Beruf. Neben dem Job bin ich begeisterter Sportler, insbesondere alles, was lange dauert und weh tut: Das können 24h Non-stop auf dem Mountainbike oder auch mal ein Marathon sein.
Als Nachrichtentechniker ins TLKA – wie geht das?
Ich habe einen kleinen Umweg eingelegt, aber im Grunde wusste ich schon früh, was ich wollte: Mein Gedanke, auch während des Studiums, war immer in Richtung Mobilfunkunternehmen zu gehen. Das habe ich auch im weitesten Sinne nach meinem Abschluss gemacht. Ich bin zu AEG Mobile Communication, kein klassischer Mobilfunk, aber schon die Grundlage dessen, was ich heute auch im LKA mache. Dort haben wir spezielle Funksysteme für BOS (Anm.: Funkanwendungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) errichtet und betreut. Das war mein Berufseinstieg, damals noch in der analogen Funkwelt. Nach über einem Jahrzehnt bin ich dann in das Thema Digitalfunk für BOSen eingestiegen. Mein damaliger Arbeitgeber hatte den Zuschlag für die Errichtung des weltweit größten Tetra-Digitalfunknetzes erhalten. Im Rahmen der Errichtung war ich fortan in den Bereichen Rollout und Inbetriebnahme tätig. Das war damals ein modernes Nomadenleben, ich war nur unterwegs.
Dann kam die Ausschreibung für eine Stelle im Bereich Digitalfunk hier im TLKA. Da wusste ich: Den Job kennst du, du weißt, worum es geht und es wäre die Möglichkeit, wieder zu Hause zu sein. So bin ich ins LKA gekommen.
Was muss man für den Job als Nachrichtentechniker Digitalfunk können?
Ich brauche ein Verständnis und Wissen über Funktechnik und Wellenausbreitung, damit ich das System als solches verstehe und Störungen beurteilen kann.
Ganz einfach gesagt: Wir brauchen Leute mit Technik- und PC-Affinität. Das heißt nicht, dass wir IT-Experten benötigen, die in jeder Datenbank zu Hause sind. Aber man sollte sich mit Mobilfunktechniken und Funkstandards auskennen. Wir administrieren in gewissen Teilen das Funksystem. Wir organisieren auch die Berechtigungsverwaltung. Das heißt, wir sagen zum Beispiel wer wo funken darf.


Was würdest du einem Berufseinsteiger im TLKA mit auf den Weg geben?
Keine Angst haben! Oftmals klingen die Stellenausschreibungen kompliziert und man denkt sich beim Lesen, dass man die Anforderungen nicht erfüllt. Dabei ist das, was wir hier machen, zu einem gewissen Teil auch von Quereinsteigern leist- und erlernbar. Allerdings braucht es natürlich ein grundsätzliches technisches Interesse oder auch ein Interesse an der Funktechnik.
Was ist dein Markenzeichen im TLKA?
Ich bin ansprechbar für alle und für jedes Thema rund um den BOS Digitalfunk. Ich bin in diesem Bereich am längsten dabei, ich stecke in der Thematik und bin deshalb für jedes Thema rundherum ansprechbar. Hier heißt es: Wenn ich eine Frage habe, gehe ich ins letzte Büro auf dem Flur, dort sitzt Nico!