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Langfinger machen niemals Urlaub!

Beim Reisen gilt: Sicherheit muss mit ins Gepäck, denn Diebe und Betrüger machen keinen Urlaub. Doch Reisende können sich schützen - das beginnt schon bei der Urlaubsplanung, gilt für die Zeit der Abwesenheit von zuhause und natürlich auch am Urlaubsort.

Die Palette der Kriminellen ist vielfältig und reicht vom Betrug bei der Urlaubsbuchung mit gefälschten Verkaufsportalen über Einbrüche in die verlassenen vier Wände bis hin zu Diebstählen aus Fahrzeugen oder Ferienunterkünften. Auch Taschendiebstähle sind in Urlaubsgebieten keine Seltenheit.

Die folgenden Tipps der Polizei helfen dabei, sich vor Kriminellen im Urlaub zu schützen, damit die geplante Reise die gewünschte Erholung bietet – unabhängig davon, wie Sie Ihre Reise antreten oder wo Sie Ihren Urlaub verbringen.

 

 

Sicherheitstipps

  • Wenn Sie Ihren Urlaub online buchen, beachten Sie, dass es im Internet gefälschte Verkaufsplattformen gibt, sogenannte Fake-Shops. Auf diesen Plattformen bieten Betrüger Produkte gegen Vorkasse an, die es in Wahrheit gar nicht gibt, beispielsweise auch Flugreisen. Haben die Opfer bezahlt, ist das Geld weg.

    Tipps:

    • Seien Sie vorsichtig bei vermeintlichen Schnäppchen. Prüfen Sie Produkt und Preis bei anderen Anbietern.
    • Geben Sie den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, um Erfahrungen anderer Kunden mit dem Shop herauszufinden.
    • Erkundigen Sie sich bei einer Verbraucherzentrale über den Shop.
    • Zahlen Sie niemals per Vorkasse. Wählen Sie sichere Zahlungswege, z. B. auf Rechnung. Nutzen Sie beim Online-Kauf niemals Zahlungsdienste wie z. B. Western Union oder paysafecard.
    • Haben Sie bereits Geld an einen Fake-Shop überwiesen, versuchen Sie umgehend, die Zahlung über Ihre Bank rückgängig zu machen. Bei anderen Zahlungsarten (z. B. Bargeldtransfer) kontaktieren Sie sofort den Dienstleister, um die Transaktion zu stoppen.
    • Sichern Sie alle Beweise Ihres Online-Kaufs (Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails) und bewahren Sie diese auf.
    • Erstatten Sie bei Verdacht auf Betrug Anzeige bei der Polizei.
  • Bevor Sie Ihre Reise antreten, sollten Sie einiges regeln und beachten, um während des Urlaubs und bei der Rückkehr keine bösen Überraschungen zu erleben.

    Tipps:

    • Informieren Sie Angehörige oder Freunde über Ihre Reisepläne und Reisedaten.
    • Bitten Sie Nachbarn, dafür zu sorgen, dass Wohnung bzw. Haus einen bewohnten Eindruck erwecken, z.B. durch regelmäßiges Leeren des Briefkastens.
    • Hinterlassen Sie auf Ihrem Anrufbeantworter bzw. in den sozialen Netzwerken keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
    • Machen Sie vor der Abreise Kopien Ihrer Ausweise (Pass und Impfausweis), Zahlungskarten und Tickets. Bewahren Sie diese an separater Stelle in Ihrem Reisegepäck auf.
    • Notieren Sie sich den Sperr-Notruf 116 116 bzw. speichern Sie diesen in Ihrem Mobiltelefon, damit Sie Ihre Debit- oder Kreditkarte bei Diebstahl unverzüglich sperren können.
  • Egal ob Sie mit dem Pkw, dem Wohnwagen oder dem Zweirad unterwegs sind, seien Sie wachsam, wenn Sie zum Tanken oder für eine Pause kurz anhalten. Dieben reicht Ihre kurze Abwesenheit, um Wertsachen aus Ihrem Fahrzeug zu stehlen oder sogar damit wegzufahren.

    Oft locken Täter Reisende auch unter einem Vorwand von ihrem Fahrzeug weg, indem sie beispielsweise auf vermeintliche Schäden daran aufmerksam machen. Oder sie bitten darum, auf einer Landkarte den Weg gezeigt zu bekommen.

    Tipps:

    • Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf belebten und gut beleuchteten Parkplätzen ab.
    • Behalten Sie Ihr Fahrzeug möglichst immer im Auge, auch bei einem kurzen Stopp.
    • Lassen Sie nichts Wertvolles in Ihrem Fahrzeug, auch wenn Sie es nur für kurze Zeit verlassen.  Verstecken Sie Ihre Wertsachen nicht, auch nicht im Kofferraum.
    • Nehmen Sie immer den Zündschlüssel mit, wenn Sie aussteigen, und schließen Sie Fenster, Türen, Kofferraum, Schiebedach und Tankdeckel ab.
    • Halten Sie auch während der Fahrt Ihr Fahrzeug verschlossen, um Blitzdiebstähle zu verhindern (z. B. aus dem Kofferraum während des Haltens an einer Kreuzung).
    • Wenn Sie unterwegs übernachten, nehmen Sie sämtliches Gepäck aus dem Fahrzeug mit.
    • Nutzen Sie mechanische Diebstahlsicherungen (z. B. Lenkradsperre) oder Sicherungstechnik (z. B. Diebstahlwarnanlage).
  • An Bahn- und Busbahnhöfen, Häfen und Flughäfen sind häufig viele Leute unterwegs. Solche Menschenansammlungen nutzen Taschendiebe aus, um mit ihren erbeuteten Wertsachen im Gedränge unterzutauchen. Tragen Sie daher während der Reise Ihre Zahlungsmittel, Ausweise und Tickets in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung möglichst nah am Körper. Behalten Sie außerdem Ihr Gepäck immer im Auge.

    Tipps:

    • Zugreisende sollten Wertsachen und Gepäck möglichst nicht unbeaufsichtigt lassen. Wenn Sie Ihren Sitzplatz verlassen, nehmen Sie beides mit oder bitten Sie vertrauenswürdige Fahrgäste, darauf aufzupassen.
    • Busreisende sollten ihre Wertsachen auch bei kurzen Zwischenstopps oder Besichtigungen nicht im Bus zurücklassen, es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige Personen bleiben im Bus, um darauf aufzupassen.
    • Schiffsreisende sollten ihre Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen auf keinen Fall offen in der Kabine zurücklassen, sondern in den Schiffssafe legen.
    • Flugreisende sollten sich am Zielflughafen sofort zum Gepäcktransportband begeben, um ihre Koffer abzuholen.
  • Achten Sie am Urlaubsort stets auf Ihre Wertsachen.  Insbesondere an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, bieten sich Dieben gute Gelegenheiten. Seien Sie daher zum Beispiel in der Nähe von Sehenswürdigkeiten, am Strand, im Hotel oder auf dem Campingplatz besonders wachsam.

    Tipps:

    • Legen Sie Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen (z. B. Schmuck) direkt nach der Ankunft in den Safe oder geben Sie diese bei der Hotel- oder Campingplatzverwaltung in eine sichere Verwahrung.
    • Lassen Sie Ihre Wertsachen (z. B. Uhr oder Fotoapparat) nie offen im Zimmer liegen.
    • Schließen Sie Zimmer, Ferienwohnung bzw. –haus oder Wohnwagen immer ab. Lassen Sie den Türschlüssel nicht an Stellen liegen, wo ihn andere leicht an sich nehmen können.
    • Lassen Sie Ihre Sachen, zum Beispiel beim Baden, nie unbeaufsichtigt zurück.
  • Taschendiebe arbeiten oft in Gruppen: Einer lenkt das Opfer ab, indem er es zum Beispiel anrempelt, um eine Auskunft, Hilfe oder Geld bittet. Diesen Moment nutzt der Nächste, um die Beute blitzschnell zu stehlen und gibt sie an den Dritten weiter, der damit verschwindet.

    Tipps:

    • Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit wie nötig.
    • Tragen Sie Bargeld und Zahlungskarten in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung möglichst nah am Körper.
    • Tragen Sie Ihre Tasche immer mit der Verschlussseite zum Körper.
    • Achten Sie vor allem im Gedränge auf Ihre Wertsachen und Ihre Tasche.
    • Achten Sie darauf, dass niemand beim Bezahlen sehen kann, wie viel Geld/Kreditkarten Sie dabei haben.
  • Lassen Sie Ihre Karte sofort unter dem Sperr-Notruf 116 116 sperren, aus dem Ausland unter +49-116 116 oder +49-30-40 50 40 50 (gebührenpflichtig).

    Informieren Sie nach Sperrung der Karte Ihr kontoführendes Kreditinstitut. Damit Ihre Debitkarte auch für das elektronische Lastschriftverfahren (SEPA Lastschrift) gesperrt werden kann, für das nur eine Unterschrift benötigt wird, müssen Sie den Verlust der Polizei in Deutschland melden. Nur diese kann eine sogenannte freiwillige KUNO-Sperrung bei den Handelsunternehmen veranlassen.

  • Wer mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil verreist, sollte einige Sicherheitstipps beachten, um Diebstähle zu verhindern.

    Tipps:

    • Suchen Sie sich am besten schon vor Anbruch der Dunkelheit einen Camping- oder Stellplatz zum Übernachten.
    • Stellen Sie Ihren Wohnwagen, Ihr Wohnmobil oder Zelt nur auf offiziellen Plätzen auf. „Wildes“ Campen ist meist nicht nur verboten, sondern auch risikoreicher.
    • Verschließen Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil während Ihrer Abwesenheit.
    • Sichern Sie Ihr Fahrzeug mit einer Alarmanlage und nutzen Sie ein fest verankertes Wertbehältnis (Wohnmobiltresor).
    • Sichern Sie auf Fahrradträgern montierte Fahrräder oder E-Bikes mit zusätzlichen Schlössern.
    • Nutzen Sie eine Deichselsicherung, um sich vor dem etwaigen Verlust des kompletten Wohnwagens zu schützen.

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